Schon seit meiner Jugend beschäftige
ich mich mit Kurzgeschichten und Gedichten. Die alten
Klassiker interessieren mich dabei genauso, wie die
kurzen Sinnsprüche. Es ist schon eindrucksvoll, wenn
sich ganz bestimmte Wortketten auch über Jahrzehnte noch
exakt aus dem Gedächtnis abrufen lassen. Ob
Schüttelreim, Werbespruch,
Ballade, Gebet oder Lebensweisheit
– da bleibt eigentlich bei jedem etwas haften ...
Die Wirkung von Worten kann dazu noch durch Melodien und
passende Bilder verstärkt werden. In meinen
Gedankenbüchern nutze ich die künstlerischen Arbeiten
und kreativen Fotos meiner Frau, der Objektkünstlerin Petra Kuhn.
In Lesungen werden sie stets mit einem Beamer und
treffenden Zwischentexten in Szene gesetzt und sind
dadurch als „Wortinszenierungen“
passend beschrieben.
Es ist jedes Mal ein spannendes Experiment, den
Zauber, die Freude und das Staunen mit anderen zu
teilen: Kritik, Ängste, Erinnerungen
und Träumereien. Dazwischen
ist meistens noch genug Platz für ein Augenzwinkern.
Nicht nur die Texte selber, sondern vor allem das, was
zwischen den Zeilen lauert, möchte sich Geltung
verschaffen und auch beim wiederholten Lesen und jedem
neuen Umblättern Anstoß und Inspiration zugleich sein.
Die
Sinnhaftigkeit der Natur und
die Doppelbödigkeit des Lebens treiben mich an und
es ist ein wirklich gutes Gefühl, wie alle möglichen
Geschichten wie von selbst lebendig werden. Aus dem
Hobby von früher ist inzwischen viel mehr geworden.